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GEMEINSCHAFT FÜR MENSCHENRECHTE IM FREISTAAT SACHSEN e.V.

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Aktuelles

Veranstaltungsreihe „Totalitarismusforschung und ihre Folgen“

Ziel unserer thematischen Veranstaltungsreihe ist es, einen aufklärerischen Beitrag (im besten Sinne des Wortes) für uns selbst zu leisten und weiterzugeben sowie eine mobilisierende Kraft zu entwickeln.

Motiv und Hoffnung dafür resultieren aus der dringenden Notwendigkeit der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung, die von einem geistigen und bildungspolitischen Tiefstand begünstigt wird.

  • Wir leben nicht nur in einer allgegenwärtigen Postfaktizität, sondern selbst in den Fällen, in denen das Wo, Was, Wieviel der Wahrheit entspricht, fehlen prinzipiell die Fragestellungen nach dem Warum.  Wenn ein solch anerkannter marxistischer Historiker wie Kurt Pätzold in seinen letzten Werken Historiker und Geisteswissenschaftler auffordert, sich der Motivation, also dem Warum bei Verbrechen gegen die Menschheit und gravierenden Menschenrechtsverletzungen zuzuwenden, dann ist das auch ein Auftrag an die Intellektuellen, die Zeitzeugen sind.
  • Einen weiteren Grund finden wir im Werk des marxistischen Philosophen Hans Heinz Wolf, das den Titel trägt „Freiheit und Vernunft Mein philosophischer Weg nach 1945“. Dort hinterlässt er die Erkenntnis:Wo die Vernunft das Allgemeine dachte und es partikularen Interessen und Aspekten entgegensetzte, stieß sie stets auf den rationalen Kern einer historischen Situation, aus dem in der neuen anderen Situation frische Triebe sprießen konnten. Denn dieser rationale Kern ist das Gattungswesen der Menschheit.“

Wenn wir  unser Leben, eingeschlossen das in der DDR, nicht auch unter dem Gesichtspunkt, wie unsere Vernunft zum Allgemeinen stand und steht, bewerten, würde das bedeuten, auch keine frischen Triebe zu hinterlassen. Wir sind die Generation, deren Vernunftbegabung  zwei grundsätzlich verschiedenen Gesellschaftssystemen ausgesetzt war und ist.  Heute befinden wir uns im Teufelskreis, in dem die Idee der repräsentativen sprich parlamentarischen Demokratie  und erst recht in ihren verfeinerten Formen der Gewaltenteilung zur  Demokratieabwehr verkommt. Kein Mittel der Tiefenindoktrination, durch Ablenkthemen, der unzulässigen Verklammerung oder Selbstzersetzung lässt unser gegenwärtiges politisches System aus, um Veränderungsenergien im Staatsvolk der BRD in solche Richtungen zu lenken, die für die Zentren der Macht ungefährlich sind. Die bewusste geistige Manipulation und gezielte Herabsetzung des Bildungsniveaus sind nachhaltigste und gattungsgefährdende Menschenrechtsverletzungen.

Gegenwärtig äußert sich dieser geistige Betrug am Volk besonders durch die Hochkonjunktur von

Totalitarismus- und Extremismusdoktrinen.

Wenn Totalitarismus als politische Kategorie eine historische oder wissenschaftliche Berechtigung haben sollte, dann kann es wissenschaftlich gesehen unserer Meinung nach nichts Totalitäreres geben, als

  • die Ideologie des „benevolenten Imperiums“ oder zu Deutsch der wohlwollenden Hegemonie der USA , die unmittelbar seit dem 2. Weltkrieg durch US-amerikanische Think Thanks im Weltbewusstsein systematisch verankert wurde. In Europa wurde durch den 1950 gegründeten Kongress für Kulturelle Freiheit die öffentliche Meinung in diesem Sinne geformt (CIA: Inhalt und Finanzen). Heute unterstützt die USA 65.000 NGO in Russland, um die Demokratie nach US-Vorbild und entsprechend der Europäischen Werte nach Russland zu tragen.
  • Ebenso verdiente alles das, was im Neoliberalismus subsumiert ist, zu förderst die Charakterisierung als totalitäre Ideologie und Praxis.

Diese Erkenntnis müssen die Machtzentren und Eliten um jeden Preis totschweigen. Wie und warum, das wollen wir in dieser Veranstaltungsreihe mit Sachlichkeit, unter Reaktivierung unserer Kenntnisse von Marx bis Luxemburg und anhand der Gegenwart diskutieren und unsere Auffassung als Beitrag zu den bevorstehenden Wahlen öffentlich machen. In diesem Sinn wünschen wir der Veranstaltungsreihe Erkenntniszuwachs für uns und in der öffentliche Wahrnehmung.



FORUM MENSCHENRECHTE

Forderungskatalog
Zur Wahl des Deutschen Bundestages September 2017

Forderungskatalog


Literaturhinweise der Woche

Erster Vortrag  der  Veranstaltungsreihe „Totalitarismusforschung und ihre Folgen“ ,

Horst  Schneider: Zum Platz des Hannah-Arendt-Institutes Dresden in der „Erinnerungsschlacht“

 

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