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Bundestagswahlen 2017: Vor Giftmord wird gewarnt!

Die einzige reale Chance, auch in Sachsen die bestehenden Verhältnisse zu ändern, könnte ein rot-rot-grünes Bündnis – unter bestimmten Randbedingungen – bei den Bundestagswahlen 2017 sein. Die herrschende CDU wird alle Register ziehen, um ein solches Bündnis zu verhindern. Gestützt auf Vorarbeiten des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts, erneut aufgetischt durch die Sächsische Zeitung, wird der vom Kommunismus-Experten Leonard 1997 in die Welt gesetzte Verdacht vom Giftmord an dem Sozialdemokraten Rudolf Friedrichs durch den SED-Innenminister Kurt Fischer unter das Volk gestreut. „Irgendetwas wird schon dran sein“ wird dem Wahlvolk suggeriert, um eine sich anbahnende, verständnisvollere Atmosphäre zwischen LINKEN und SOZIALDEMOKRATEN im wahrsten Sinne des Wortes zu vergiften. Im postfaktischen Zeitalter ist eben der bloße Verdacht geeignet, jedem ehrbaren Sozialdemokraten oder auch Grünen Schauder über den Rücken laufen zu lassen. Mit den politischen Nachkommen von Giftmördern gemeinsam in dem Bundestagswahlkampf ziehen? Oder gar mit Giftmördern eine Koalition im Stadtrat bilden? Niemals! Vor dieser Giftmordstory muss aus gegebenem Anlass gewarnt werden!

In den letzten Wochen erschienen von Lars Kühl verfasst bzw. lanciert drei Artikel zum Thema Giftmord in der SZ (1. Artikel 11./12.03.2017). Statt das Zwei-Quellen-Prinzip anzuwenden, übernahm er die Giftmordthese an einem Sozialdemokraten ungeprüft aus einer früheren Veröffentlichung des Hannah-Arendt-Instituts. Widerwillig wurde zwar eine Gegendarstellung des sächsischen Historikers Prof. Horst Schneider veröffentlicht, aber die Giftmordthese war in die Öffentlichkeit entlassen worden. Die Wahrheitsfindung wird so dem Wahlvolk überlassen. Da die Ereignisse 70 Jahre zurückliegen, eine schwierige Aufgabe für den historisch durchschnittlich gebildeten Normalbürger. Zum Glück steht zur Faktenlage ein umfangreiches Dossier zur Verfügung. Reinhardt Balzk und Dr. Eberhard König haben es als Antwort auf die Artikel der SZ zusammengetragen (s. PDF-Datei). Darin ist eigentlich alles gesagt, was zu diesem Fall gesagt werden kann: Der Giftmord an Rudolf Friedrichs hat nie stattgefunden! Ein Bündnis zwischen LINKEN und der SPD kann daran nicht scheitern! Es gehört zur menschenrechtlichen Verantwortung, das Ansehen der Aktivisten der ersten Stunde nicht zum Spielball heutiger politischer Interessen werden zu lassen.

Hartmut Weise, Chemnitz                                                               2. Mai 2017

Reinhardt Balzk, Eberhard König, Die Bundestagswahlen, in den Ländern und für das ganze Land, sind angelaufen – lassen wir uns nicht „vergiften“


 

Veranstaltungsreihe „Totalitarismusforschung und ihre Folgen“

Ziel unserer thematischen Veranstaltungsreihe ist es, einen aufklärerischen Beitrag (im besten Sinne des Wortes) für uns selbst zu leisten und weiterzugeben sowie eine mobilisierende Kraft zu entwickeln.

Motiv und Hoffnung dafür resultieren aus der dringenden Notwendigkeit der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung, die von einem geistigen und bildungspolitischen Tiefstand begünstigt wird. Die bewusste geistige Manipulation und gezielte Herabsetzung des Bildungsniveaus sind nachhaltigste und gattungsgefährdende Menschenrechtsverletzungen. Gegenwärtig äußert sich dieser geistige Betrug am Volk besonders durch die Hochkonjunktur von

Totalitarismus- und Extremismusdoktrinen.

Wie und warum, das wollen wir in dieser Veranstaltungsreihe mit Sachlichkeit, unter Reaktivierung unserer Kenntnisse von Marx bis Luxemburg und anhand der Gegenwart diskutieren und unsere Auffassung als Beitrag zu den bevorstehenden Wahlen öffentlich machen.

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FORUM MENSCHENRECHTE

Forderungskatalog
Zur Wahl des Deutschen Bundestages September 2017

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Literaturhinweise der Woche

Erster Vortrag  der  Veranstaltungsreihe „Totalitarismusforschung und ihre Folgen“ ,

Horst Schneider: Zum Platz des Hannah-Arendt-Institutes Dresden in der Erinnerungsschlacht“

 

 

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